Garantiereparatur mit Qualen

Nachdem mein letzter Artikel quasi eine Lobeshymne auf mein Foxconn nanoPC AT-7500 war, muss ich heute deutlich zurückrudern. Nicht was das Gerät betrifft, aber was Foxconn angeht… Was ich bei dieser Garantiereparatur erlebt habe, ist mir bisher nicht untergekommen. Auch nicht während meiner Zeit als PC-Techniker, wo wir einige Sachen bei Acer reparieren lassen haben…

Donnerstag, 13.02.2014
Der Lüfter fängt aus heiterem Himmel an laut zu rattern. Das kannte ich schon vom Vorgänger, aber diesmal befanden wir uns noch in der Garantie. Also habe ich Caseking angeschrieben und den Sachverhalt direkt gemeldet.

Freitag, 14.02.2014
Caseking schrieb zurück, dass ich das Retoureformular ausfüllen soll und dass erstmal alles bei denen geprüft werden muss. Immerhin bekommt man direkt ein Rücksendeetikett.
Ich habe also das Formular ausgefüllt und auf das Etikett gewartet.

Montag, 17.02.2014
Das Etikett kam wie versprochen, zusammen mit einer Mail in der Stand, dass man alles sorgfältig verpacken und polstern soll. Soweit alles super schnell und Standard.

Donnerstag, 20.02.2014
Da man sich ja so schwer von seinem Rechner trennen kann, habe ich ihn erst am Mittwoch eingepackt und am Donnerstag zur Post gebracht. Freitag Vormittag war er dann schon am Ziel angelangt. Weil es ein Barebone ist, habe ich also Speicher und Platte ausgebaut, mich aber entschlossen das Netzteil dazuzulegen,  falls Caseking nix Passendes da hat.

Dienstag, 25.02.2014
Caseking schickt mir eine Eingangsbestätigung mit dem Hinweis, dass sie die Garantie nicht selbst bearbeiten können, sondern zurück zum Hersteller schicken. Dabei ein PDF, wo unter Anderem angegeben war, dass kein Zubehör dabei war. Ich habe dann nochmal drauf hingewiesen, dass ich mein Netzteil mitgeschickt habe, was dann intern wohl auch vermerkt wurde.

Montag, 17.03.2014
Nach nunmehr drei Wochen ohne Infos habe ich mal nachgefragt, wie der Bearbeitungsstand ist. Am selben Tag bekam ich noch Antwort, dass bei Foxconn zwei Wochen, inklusive Versandweg üblich sind und dass man sich für die Verzögerung entschuldigt. Man hätte jedoch keinen Einfluss darauf, und würde mich verständigen, sobald der Rechner wieder zurück sei.

Mittwoch, 19.03.2014
Ich weise darauf hin, dass man die Ungewöhnlichkeit der Verzögerung auch zum Anlass nehman kann, beim Hersteller mal nachzufragen.

Donnerstag, 20.03.2014
Man hat nachgefragt und meldet sich, sobald Antwort da ist.

Donnerstag, 27.03.2014
Sieh an, ein Paket von Caseking. Sollte ich nicht noch eine Mail erhalten? Egal. Paket aufgemacht und schon gesehen, dass es nicht meine Verpackung ist. Eine Anleitung hatte ich nämlich nicht mitgeschickt.

Man konnte keine Mängel feststellen, aus Kulanz verzichtet man aber auf eine Berechnung der Aufwände.

Sollte der Lüfter echt nicht mehr gerattert haben? Na, ich werds ja gleich wissen – Moment, wo ist das Netzteil?! Na super, extra drauf hingewiesen und dann ist es nicht dabei.

Gut, wollte ich den Rechner wenigstens zusammenbauen. Also aufgeschraubt, Speicher rein und dann des nächste WTF: kein Festplattenrahmen mehr drin. Nicht mal die Schrauben…

Ok, also nächste Mail an Caseking, Problem erläutert: Netzteil fehlt, Festplattenrahmen fehlt.

Freitag, 28.03.2014
Man habe die Teile beim Hersteller angefragt und werde sie umgehend an mich versenden, sobald sie da sind.

Mittwoch, 02.04.2014
Diesmal mal telefonisch nachgefragt. Einerseits um vielleicht etwas mehr Persönlichkeit reinzubringen, andererseits, um anzumerken, dass zum Festplattenrahmen auch Schrauben gehören. Nicht, dass diese am Ende fehlen.

Donnerstag, 10.04.2014
Mal wieder per Email nachgefragt, wie schwer es denn sein kann. Am selben Tag noch Antwort, dass die Teile bei Foxconn bestellt seien und dass es dafür Seitens Foxconn auch eine Bestätigung gibt. Wieder das Versprechen, umgehend alles zuzusenden.

Mittwoch, 16.04.2014
Heute wieder mal gemailt, da immer noch keine Info da ist. Sofortige Antwort, dass die Teile zu Caseking unterwegs sind und vermutlich morgen eintreffen.
Zusammen mit Ostern bedeutet das, dass ich mit viel Glück am Samstag ein Paket bekomme, oder erst nächste Woche…

Fassen wir nochmal zusammen: Einen Monat bis ich den Rechner wieder in den Händen hielt und nochmals – bisher – drei Wochen, bis ich zumindest weiß, dass die fehlenden Teile sich in meine Richtung bewegen.

Ich weiß bisher noch nicht, ob der Rechner überhaupt noch geht und ob der Lüfter dasselbe Fehlerbild zeigt.

Abgesehen davon, dass die Informationspolitib bei Caseking unter aller Sau ist, sonst hätte ich den Rechner nicht ohne Email zuvor erhalten, hätte doch bei Caseking schon jemand merken müssen, dass kein Netzteil dabei ist.

Und spätestens als klar war, dass jemand Mist gebaut hatte und Teile fehlen, hätte irgendjemand bei Caseking oder Foxconn ins Regal greifen, die Teile zusammensuchen und sie umgehend rausschicken müssen. Ich erwarte ja nicht Sameday, aber länger als eine Woche ist in der heutigen Zeit dafür echt zu viel.

Nachtrag:

Am Mittwoch den 21.04.2014 kam dann endlich der Rahmen, ein Netzteil und eine Handvoll Schrauben, die jemand mit in die Kiste gelegt hatte. Es waren nicht die Originalen, aber sie haben gepasst…
Aber, fast wie erwartet, fehlte wieder etwas. Diesmal das Anschlusskabel, um das Netzteil an den Strom anzuschließen. Ok, mein Fehler – davon hatte ich bisher nicht gesprochen. Mitdenken ist aber auch nicht die große Stärke…

Das Kabel habe ich dann wieder moniert und es kam Ende der Woche. Jetzt kann ich endlich wieder an meinem Rechner arbeiten. Und der Lüfter ist wieder fast unhörbar. Dabei hatte doch Foxconn keinen Fehler finden können…

neuer NanoPC

Kurz nach meinem Beitrag über mein „neues Notebook“ traf schon der Foxconn NanoPC AT-7500 ein. Dazu hatte ich noch ein 8GB RAM Modul bestellt und habe die 500GB Seagate Momentus 7200.4 eingebaut, die schon im vorherigen Foxconn werkelte. Dieser hat jetzt eine 320GB WDC Scorpio Blue bekommen, die zwar nur mit 5400 rpm läuft, aber das ist für seine Aufgabe nicht wichtig.

Zuerst einmal hat sich das Design weiterentwickelt. Der NanoPC ist etwas dicker, hat gebürstete Metallflächen und eine neue, deutlich stabilere VESA Halterung. Der Karton erinnert sehr an Apple und das Auspacken ist ein echtes Erlebnis.

Lüfterlos ist er indes nicht. Auch wenn der Lüfter selbst unhörbar ist, so hört man deutlich einen Luftstrom, wenn die CPU Last bekommt. Das alte Modell ist jedoch lauter, wenn der Lüfter heult. Durch die immensen Reserven der CPU lüftet der NanoPC eh deutlich seltener.

Zum Leistungsvergleich vielleicht der Windows 8 Experience Index:

Performance Index E350, WDC blue
nt-A3500, 4GB, WDC Scorpio Blue
Performance Index - AT-7500, Seagate Momentus 7200.4
AT-7500, 8GB, Seagate Momentus 7200.4

Man sieht deutlich den Unterschied zwischen den beiden CPUs, dem Speichertakt (1600 gegen 1033) und sogar den rpm der Festplatten.

Ich kenne den Zotac nicht, aber ich bin mit der Entscheidung für den Foxconn NanoPC sehr glücklich. Er ist leise, schick und hat genug Leistungsreserven…

Das neue Notebook

Oder warum es eben kein Notebook wird …

Es ist knapp zwei Jahre her, dass ich mein letztes Notebook – ein  Thinkpad SL300 – beim Versuch, die CPU durch ein stromsparenderes Modell zu ersetzen, geschrottet habe. Damals war die bange Frage, welches Modell ein ebenbürtiger Ersatz sein könnte.

Das Display war mir mit 13 Zoll zu klein geworden. Außerdem störten mich die permanenten Lüfter- und auch andere Geräusche. Zudem wurde es im Sommer ziemlich warm und am Ende saß ich eh immer am selben Platz. Nicht zuletzt war das Geld knapp und ein neues, gutes Notebook einfach nicht drin.

Für knapp 400 € holte ich mir ein 22″ Display und einem Nettop von Foxconn (nT-A3500) mit dem damals noch sehr frischen und vielversprechenden AMD Fusion E-350. Leistungsmäßig war ich dadurch knapp unter dem Core2 Duo des SL300, bei einem sehr ansprechenden Preis. Da ich eh keine Spiele spiele, und sonst auch eher Standardaufgaben mache, war der E-350 keine schlechte Wahl.

Nun, wie gesagt knapp zwei Jahre später, merkt man die knapp bemessene Leistung an allen Ecken und Enden. Videos Full-HD in Vollbild sind kein Problem, wenn man VLC benutzt. Auf youtube ging es zwar am Anfang, aber mittlerweile verlangt der Flash-Player einfach zu viel. Andere Plattformen wie vimeo sind noch schlimmer dran. Da scheint die Optimierung zu hängen.

Ich habe wieder ein wenig Java-Programmierung angefangen. Eclipse oder Netbeans sind da kein Spaß. IntelliJ IDEA geht gerade noch. Aber direkt fluffig ist anders. Und wenn man da auf Arbeit an einem ausgewachsenen i5 der neuesten Generation sitzt, ist man doch ein klein wenig verwöhnt.

Aber wovon rede ich hier? Der Nettop sollte ersetzt werden. Zuerst sollte es ein neuer Nettop – oder zumindest Mini-PC – sein. Dann dachte ich mir, dass man für den anvisierten Preis von 400-500 € mittlerweile ja ganz brauchbare Notebooks bekommt. Also habe ich in die Richtung recherchiert und ein Toshiba Satellite Pro C850 mit i5 und 6GB RAM erworben.

Das Display ist erfreulich gut und auch wieder matt. Notebook flott, bleibt auch erstaunlich kühl und ruhig. Aber die Tastatur sehr schwammig. Sie biegt sich bei jedem Druck durch. Akku-Laufzeit geht noch ok. Der Klang – was für ein Witz. Das Notebook sollten sie ohne Lautsprecher verkaufen. Selbst das T60 meiner Frau klingt um Welten besser, und das ist 5 Jahre alt …

Und dann Anschlüsse. 2x USB 1.1 und 1x USB 2.0. Keiner davon always on. Ehrlich? Wir haben 2013! Selbst mein Nettop hat 2x USB 3.0. Und dazu noch optischen Audio-Out.

Nee, sorry, das Notebook ging wieder zurück. Aber zumindest wusste ich jetzt die Leistungsklasse, die es schon sein sollte. Die CPU war auf dem Notebook deutlich unterbeschäftigt. Vielleicht auch, weil der Rest nicht so gut abgestimmt ist …

Zurück zur Nettop Idee.

Die Zotac Zbox ID83 machte eine gute Figur. Aktueller i3 mit ansprechenden Leistungsdaten. Soll auch halbwegs ruhig sein. Nur irgendwie ist das Teil nirgendwo lieferbar. Cyberport spricht von Juli. Conrad hat gerade wieder eine Woche verschoben. Dann gibt es bei Zotac scheinbar auch keine Updates. Das BIOS ist immer noch auf Auslieferversion. Bei meinem Foxconn gibt es 10 Nachfolgeversionen. Gut, das kann auch heißen, dass Zotac von vornherein gute Ware liefert und Foxconn schlampt.

Foxconn hat eine neue Serie im Programm die äußerst ansprechend klingt: AT-7300, AT-7500 und AT-7700. Lüfterloses Design und aktueller i3, i5 bzw. i7. Nach meinen sehr guten Erfahrungen mit Foxconn, ist nun ein AT-7500 auf dem Weg zu mir. Durch die Low-Voltage Varianten, wollte ich lieber nicht das Risiko mit der niedrigen Leistung des i3 auf 1,8GHz eingehen. Der i5 hat ja immer noch seinen Turbo-Gang, der schon Einiges bringt.

Ich bin gespannt und werde berichten…